Nahrungsergänzungsmittel – Was ist wann sinnvoll?

Tipps zur Auswahl von Nahrungsergänzungsmitteln

In meiner Heilpraxis in Heidelberg bin ich immer wieder erstaunt, wie viele Patienten zu mir kommen, die Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen ohne zu wissen, wie hoch dosiert sie genommen werden sollten, welche Inhaltstoffe sie enthalten oder nicht auf andere Qualitätsmerkmale achten.

Nahrungsergänzungsmittel sind aus mehreren Gesichtspunkten sinnvoll, aber nur, wenn wir uns vorher die Frage gestellt haben, was wir uns wirklich vom jeweiligen Ergänzungsmittel erhoffen und idealerweise nach einem Bluttest, der den jetzigen Status ermittelt, so dass die Dosierung adäquat gewählt werden kann.

In einer perfekten Welt wären wir in der Lage, unseren Bedarf an Makro- und Mikronährstoffen aus der Nahrung zu decken. Leider gibt es viele Faktoren, die in den meisten Fällen verhindern, dass wir dieses Ziel erreichen. Dazu gehört zunächst die Tatsache, dass die Böden nicht mehr so nährstoffreich sind wie früher. Aufgrund der Massenproduktion sind die Inhaltsstoffe unserer Lebensmittel erheblich reduziert im Vergleich zu früher. Unsere verschmutze Umwelt und moderne Lebensweise beansprucht unsere Entgiftungsorgane, so dass antioxidative Prozesse im Körper verstärkt werden müssen. Darüber hinaus ändert sich der Bedarf an bestimmten Stoffen in den verschiedenen Lebensphasen und -situationen. Ältere Menschen verlieren allmählich die Kapazität, bestimmte Vitamine und Mineralien effizient zu verstoffwechseln, zum Beispiel Vitamin D aus der Sonne. Sport, Schwangerschaft und bestimmte Erkrankungen beanspruchen der Körper so sehr, dass es sehr schwierig wird, den Bedarf an Nährstoffen nur mit der täglichen Ernährung zu decken.

Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass bestimmte Erkrankungen mit Nahrungsergänzungsmitteln positiv beeinflusst werden können. In diesem Fall benutzen wir dann die Nahrungsergänzungsmittel nicht unbedingt aus Mangelgründen, sondern als Medizin. Beispiele wären Nahrungsergänzungsmittel mit anti-entzündlicher Wirkung wie Weihrauch, Curcuma, Omega-3-Fettsäuren oder anti-oxidativen Eigenschaften wie Glutathion, Resveratrol und Flavonoide.

Der Anwendungsbreite der Nahrungsergänzungsmittel ist sehr breit und vielfältig, aber die Einnahme sollte gezielt erfolgen. Darüber hinaus können Nahrungsergänzungsmittel eine gesunde Ernährung nicht ersetzen, da die Summe der Bestandteile wesentlich ist. Deswegen sollten Sie nie vergessen, dass es sich um eine „Ergänzung“ handelt.

Welche Kriterien sollten wir beachten bei der Wahl und Nutzung der Nahrungsergänzungsmittel?

  1. Einnahme nach der Bestimmung des Ist-Zustandes (Labor). Mit dem Ist-Zustand lässt sich feststellen, welche Mängel wirklich vorhanden sind.
  2. Wenn Sie Nahrungsergänzungsmittel als begleitende Maßnahmen zur Bekämpfung von Erkrankungen einsetzen möchten, lassen Sie einen Plan vom Experten erstellen. In diesen Fällen müssen die Mittel in der Regel hoch dosiert sein und oft auch mit begleitenden intravenösen Infusionen.
  3. Ziele setzen und Plan formulieren. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel soll gezielt sein und regelmäßig erfolgen. Bei unregelmäßiger Einnahme ist keine Wirkung zu erwarten.
  4. Informieren Sie sich immer über Kontraindikationen und Wechselwirkungen – insbesondere, wenn Sie andere Medikamente einnehmen.
  5. Der Zeitpunkt der Einnahme spielt auch eine wichtige Rolle (Mit oder ohne Mahlzeit? Besser vormittags oder abends?).
  6. Informieren Sie sich immer darüber, wie Sie die Verfügbarkeit der Nahrungsergänzungsmittel für Ihren Körper optimieren können. Faktoren, die für die Verfügbarkeit eine Rolle spielen sind neben dem Zeitpunkt der Einnahme die Qualität und chemische Verbindungen der Mittel.
  7. Qualität. Bei bestimmten Produkten ist eine hohe Qualität unabdingbar. Dazu zählen Omega-3-Produkte, anti-oxidative und pflanzliche Mittel. Informieren Sie sich darüber, bei welchen Produkten sich die teuren Versionen wirklich lohnen.

Mit diesen Tipps im Kopf können Sie die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zielgerichtet und nutzbringend gestalten.

Eine gute Supplementierung ist oft sinnvoll, sie sollte aber mit System erfolgen!

 

Heilfasten – Medizinische Hintergründe und Tipps zur Durchführung

Fasten hat eine sehr lange Tradition und es ist bewiesen, dass es therapeutische Effekte hat. Kortison wird gesteigert gebildet, so dass Entzündungsstoffe gehemmt werden. Der Insulinspiegel im Körper sinkt ab, die Glykogen-Reserven werden erschöpft und eine katabole-ketogene Stoffwechsellage stellt sich ein. Die Fettverbrennung wird stimuliert. Nach ein paar Tage kann unser Gehirn statt Glukose saure Ketone verbrennen. Darüber hinaus konnten in mehreren Studien positive Wirkungen auf die Gene nachgewiesen werden. Es ist seit langer Zeit bekannt, dass bewusste und kontrollierte Nahrungsrestriktion ein Jungbrunnen ist.

Fasten wirkt sich besonders positiv aus folgenden Erkrankungen aus: Adipositas und Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, chronische entzündliche Krankheiten, chronische Schmerzsyndrome, atopische Erkrankungen, verschiedene Demenzformen (siehe Studien vom Prof. Mark Mattson). Kontraindikationen sind Anorexia, akute Zustände aller Art, dekompensierte Hyperthyreose, Kachexie, Suchterkrankungen, Leber oder Niereninsuffizienz, Tumore im entwickelten Stadium. Bei Medikamenteneinnahme sollte das Fasten in einem Fastenzentrum durchgeführt werden.

Ideal für das therapeutische Fasten ist die Nulldiät (ohne feste Nahrung) begleitet mit Wasser, Kräutertee, Gemüsebrühe und -säften. Diese Art des Fastens wurde von Otto Buchinger entwickelt und ist mein persönlicher Favorit. Es ist wichtig, dass die Ausscheidungsorgane Darm, Haut, Leber, Lymphe und Niere unterstützt werden. Bewegung, Entspannung und mentales Training sollten in das Gesamtkonzept integriert werden.

Hier finden Sie einen Fastenplan, dem Sie bei guter Gesundheit zu Hause selbst folgen können:

Fastenzeit – 12 Tage: 2 Tage Entlastung, 7 Tage Fasten, 3 Tage Aufbauen

 

2 ENTLASTUNGSTAGE

Morgens: Birchermüsli

Mittags: Frischkostplatte, Pellkartoffeln, Möhrengemüse, Soja Bio-Joghurt mit Sanddorn und Leinsamen

Nachmittags: 1 Apfel, 10 Haselnüsse

Abends: Obstsalat mit Leinsamen, Soja Bio-Joghurt mit Sanddorn und Leinsamen

7 FASTENTAGE

 

1. FASTENTAG

Morgens: Tee mit Zitrone und Ingwer. Viel Wasser nachtrinken

Vormittags: Herbaria Entschlackungstee 

Mittags: Gemüsebrühe

Abends: Gemüsebrühe

Nachmittags: Lebertee und viel Wasser

Colon-Hydro-Therapie oder Einläufe

 

2. FASTENTAG

Morgens: Tee mit Zitrone und Ingwer. Viel Wasser nachtrinken

Vormittags: Herbaria Entschlackungstee 

Mittags: Gemüsebrühe

Abends: Gemüsebrühe oder Gemüsesaft

Nachmittags: Nierentee und viel Wasser

 

3. FASTENTAG

Morgens: Tee mit Zitrone und Ingwer. Viel Wasser nachtrinken

Vormittags: Herbaria Entschlackungstee und viel Wasser

Mittags: Gemüsebrühe

Abends: Gemüsebrühe oder Gemüsesaft

Nachmittags: Lebertee und viel Wasser

Colon-Hydro-Therapie oder Einläufe

 

4. FASTENTAG

Morgens: Tee mit Zitrone und Ingwer. Viel Wasser nachtrinken

Vormittags: Herbaria Entschlackungstee und viel Wasser

Mittags: Gemüsebrühe

Nachmittags: Nierentee und viel Wasser 

Abends: Gemüsebrühe oder Gemüsesaft

 

5. FASTENTAG

Morgens: Tee mit Zitrone und Ingwer. Viel Wasser nachtrinken

Vormittags: Herbaria Entschlackungstee und viel Wasser

Mittags: Gemüsebrühe

Nachmittags: Lebertee und viel Wasser

Abends: Gemüsebrühe oder Gemüsesaft

Colon-Hydro-Therapie oder Einläufe

 

6. FASTENTAG

Morgens: Tee mit Zitrone und Ingwer. Viel Wasser nachtrinken

Vormittags: Herbaria Entschlackungstee und viel Wasser

Mittags: Gemüsebrühe

Abends: Gemüsebrühe oder Gemüsesaft

Nachmittags: Nierentee und viel Wasser

 

7. FASTENTAG

Morgens: Tee mit Zitrone und Ingwer. Viel Wasser nachtrinken

Vormittags: Herbaria Entschlackungstee und viel Wasser

Mittags: Gemüsebrühe

Abends: Gemüsebrühe oder Gemüsesaft

Nachmittags: Lebertee und viel Wasser

Colon-Hydro-Therapie oder Einläufe

 

3 AUFBAUTAGE

 

1. AUFBAUTAG

Morgens: Tee und viel Wasser

Vormittags: Fastenbrechen mit einem Apfel

Mittags: Kartoffel-Gemüse-Suppe

Nachmittags: Tee und viel Wasser

Abends: Tomatensuppe, Buttermilch mit Leinsamen, Knäckebrot (Trockenfrüchte für den nächsten Tag einweichen)

 

2. AUFBAUTAG

Morgens: Müsli aus Getreideflocken, eingeweichten Trockenfrüchten und Sauermilchprodukt

Vormittags: Tee und viel Wasser

Mittags: Frischkostplatte, Pellkartoffeln, Möhrengemüse, Soja Bio-Joghurt mit Sanddorn und Leinsamen

Nachmittags: Tee und viel Wasser

Abends: Gemüsesuppe

 

3. AUFBAUTAG

Morgens: Sojajoghurt-Müslimischung mit einem halben kleingeschnittenen Apfel. Zwei Scheiben Knäckebrot

Vormittags: Tee und viel Wasser

Mittags: Naturreis mit gedünstetem gemischtem Gemüse (Blumenkohl, Brokkoli, Karotten, Sellerie, Zwiebel)

Nachmittags: Tee und viel Wasser

Abends: 2 Scheiben glutenfreies Brot mit Magerquark. Mit Gurkenscheiben, Radieschen, Zwiebeln und Tomate belegen und anschließend mit frischer Petersilie oder Schnittlauch garnieren

 

Tee für die Fastenzeit: Herbaria Entschlackungstee

 

Basenbrühe zur Fastenzeit (aus http://gesund-speisen.de/rezept-83-Basenbruehe-zur-Fastenzeit.htm)

Die genannten Mengen ergeben 3 Liter Basenbrühe. Die Brühe lässt sich hervorragend in kleine Portionen einfrieren. Sie hält sich jedoch auch im Kühlschrank ungefähr 1 Woche.

  • Gemüse waschen
  • Gemüse in kleine Würfel schneiden (ca. 1×1 cm)
  • Gemüsewürfel in einen großen Suppentopf kippen
  • Gewürze hinzufügen
  • 3 Liter kaltes Wasser hinzugießen
  • einmal alles gut umrühren
  • Gemüsebrühe kurz aufkochen lassen
  • dann ca. 60 Minuten bei schwacher bis mittlerer Hitze ziehen lassen
  • die Suppe sollte dabei nicht mehr köcheln, sondern wirklich nur „ziehen“
  • 1 Teelöffel Hefe-Paste oder Hefeflocken hinzufügen
  • gut verrühren
  • weitere 30 Minuten bei mittlerer Hitze ziehen lassen
  • Gemüse durch ein feines Sieb abseihen
  • Verwendet wird NUR die klare Brühe

Zutaten für 2 Personen:

3 Liter Wasser

3 Kilo Buntes Gemüse, zum Beispiel: Möhren, Kartoffeln, Zucchini, Fenchel, Knollen-Sellerie, Staudensellerie, Brokkoli, Weißer Spargel oder anderes Gemüse der Saison

1 Lorbeerblatt

2 Muskatnussblüten

2 Piment-Körner

3 Pfeffer-Körner

3 Wacholderbeeren

1 Hand voll frische Kräuter, z.B. Petersilie, Kerbel, Thymian, Basilikum, Dill, Brennnessel, Hefe-Paste oder Hefeflocken

 

Entgiftung unterstützen in der Fastenzeit: Mit Massagen, Brüstungen, Sauna, Sport, Stressreduktion, Meditation oder Yoga

 

Unterstützung der Entgiftungsorgane

 

Leber – Lebensplanung, Mut und Entschlossenheit. Wut und Ärger stagnieren die Leberenergie

 

Lebertee

Deutscher Name Lateinischer Name Menge in Gramm
Mariendistelfrüchte Cardui mar. Fruct. 50,0
Löwenzahnwürzel mit -kraut

 

Taraxaci rad. cum. herb. 20,0
Wegwartenwurzel Cichorii rad. 15,0
Boldoblätter Boldo fol. 15,0

M.f.spec.

D.s. 2 gehäufte Teelöffel mit ¼ l heißem Wasser übergießen, 10-15 min. ziehen lassen. 1 Tasse vor dem Essen.

 

Niere – Willenskraft / Angst / Beziehungen

 

Entgiftung über die Niere: Nierentee

Deutscher Name Lateinischer Name Menge in Gramm
Goldrutenkraut Solidaginis virg. Herb.
Brennnesselkraut Urticae herb.
Bruchkraut Hernariae herb.
Birkenblätter Betulae fol.
Queckenwurzelstock Graminis rhiz. aa ad 100,0

 

M.f.spec.

D.s. 2 gehäufte Teelöffel mit ¼ l heißem Wasser übergießen, 10 min. ziehen lassen. 3 Tassen über den Tag verteilt trinken.

Wasser: 2-3 Liter täglich. 1 Glas lauwarmes Wasser mit frisch gepresstem Zitrone vor dem Frühstück

 

Darm – Dünndarm: Kontrolliert unsere Fähigkeit, Wahlmöglichkeiten voneinander zu unterscheiden / Freude. Dickdarm: Loszulassen / Trauer

 

Entgiftung über den Darm: Bewegung, Colon Hydro Therapie, Einläufe, Fasten, Massagen, Loslassen und Entscheidungen treffen